Hyperhidrosis

Behandschuhte Hand deutet aus der Distanz auf die Achselregion
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Nasse Achseln im Meeting, feuchte Hände beim Begrüßen: Übermäßiges Schwitzen ist eine Belastung, über die kaum jemand spricht. Eine Behandlung mit Botulinum reduziert die Schweißproduktion für mehrere Monate.

Übermäßiges Schwitzen ist für betroffene Personen oft sehr unangenehm und sorgt im alltäglichen Leben für eine große Verunsicherung. Hyperhidrosis-Patienten leiden ständig unter der Angst, negativ aufzufallen und haben daher mit großen psychischen Einschränkungen zu kämpfen. Eine Injektionsbehandlung mit Botulinum vermindert innerhalb weniger Tage erheblich die Schweißproduktion an den betreffenden Stellen und verbessert dadurch – sowohl objektiv als auch subjektiv – spürbar die Lebensqualität der Betroffenen. Es wird ganz oberflächlich in die Haut gespritzt, gelangt zu den dort sitzenden Schweißdrüsen und verhindert gezielt das Absondern von Schweiß. Der Vorteil der Botulinumbehandlung besteht darin, dass es hierdurch kein Operationsrisiko und keine Narbenbildung gibt, wie sie bei anderen Verfahren bestehen. Der Behandlungserfolg bei Hyperhidrosis stellt sich bereits innerhalb weniger Tage ein, so dass der Patient schon sehr rasch eine deutliche Verbesserung seiner Lebensqualität erfährt. Da aber immer nur bestimmte Regionen des Körpers gezielt behandelt werden – wie z.B. Achselhöhlen, Hände, Füße, Nacken oder Stirn – sind die Betroffenen weiterhin in der Lage, durch das Schwitzen die eigene Körpertemperatur konstant zu halten.

Bruxismus (Zähneknirschen)

Behandschuhte Hand tastet den Kaumuskel am Kieferwinkel
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Auch Bruxismus, besser bekannt als Zähneknirschen, behandeln wir in unserer Praxis. Der Hauptverursacher ist der große Kaumuskel; anhaltendes Knirschen schädigt auf Dauer Zähne, Kiefergelenke und Kaumuskulatur und stört den Schlaf. Ziel ist es, den Kreislauf aus Knirschen, Schmerzen und erneutem Knirschen zu durchbrechen. Welche Möglichkeiten in Ihrem Fall infrage kommen, hängt vom Befund ab und besprechen wir im persönlichen Gespräch. Das Beratungsgespräch ist kostenlos.

Schmerztherapie

Viele Menschen leiden unter Migräne und starken muskulär bedingten Schmerzen, vor allem in der Schulter-Nackenlinie und ausstrahlend in den Hinterkopf. Häufig tritt diese Art von Schmerzen bei Menschen auf, die viel am Schreibtisch arbeiten, gestresst sind und wenig Zeit für den Aufbau ihrer Rückenmuskulatur investieren. Auch Lokalisationen wie der lange Rückenstreckmuskel parallel der gesamten Wirbelsäule sind häufige Schmerzpunkte, die schwer oder gar nicht auf herkömmliche Therapien ansprechen. Wir bieten dieser Patientengruppe eine schmerztherapeutische Behandlung mit Botulinumtoxin an. Das Botulinum wird oberflächlich in den Bereich der schmerzhaften Triggerpunkte der Muskelstränge eingespritzt, so dass sich ca. 7-14 Tage danach eine muskuläre Entspannung entwickeln kann. So kann die Schmerztherapie Ihr Leiden schon innerhalb kürzester Zeit deutlich reduzieren.

Ohrakupunktur

Behandschuhte Hand berührt die Ohrmuschel einer Patientin
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Punkte am Ohr, die auf den ganzen Körper wirken — was zunächst ungewöhnlich klingt, hat eine lange Geschichte und feste Regeln.

Einzelne Akupunkturpunkte auf der Ohrmuschel werden schon seit Jahrhunderten in China verwendet. In der europäischen Literatur finden sich erste Berichte im 18.Jahrhundert (Valsalva 1717) zur Ischiasbehandlung mittels Ohrkauterisation. Die Ohrakupunktur in all ihrer Komplexität, wie wir sie heute kennen, geht auf den französischen Arzt Dr. Paul Nogier zurück, der in den 50er Jahren das Somatotop entdeckte, über viele Jahre erforschte und ausarbeitete.

Der auf dem Kopf stehende Embryo stellt eine nahezu vollständige Repräsentation des gesamten Organismus dar: Die Akupunkturpunkte am Ohr zeigten sich diagnostisch und therapeutisch relevant. Nur im Falle einer Funktionsstörung des korrespondierenden Organs sind die Punkte „aktiv“, dass heißt gut auffindbar und für den Patienten auch oft schmerzhaft. Nach und nach entdeckte Nogier weitere Punkte mit spezifischen Wirkungen im hormonellen und psychotropen Bereich.

Die Erkenntnisse Nogiers über die Ohrakupunktur verbreiteten sich schnell in Europa, doch auch in China und Russland wurde diese hoch wirksame Therapie rasch aufgenommen und mit der klassischen Körperakupunktur kombiniert. Die Ohrakupunktur hat sich in den vergangenen 50 Jahren als eine unverzichtbare Bereicherung der traditionellen Akupunktur erwiesen. Der Zugang zu den Punkten ist unkompliziert, die meisten Patienten tolerieren die Methode gut.

Der rasche Wirkungseintritt, insbesondere am Bewegungsapparat, fasziniert immer wieder. Doch nicht nur zur Schmerztherapie dient die Ohrakupunktur. Auch bei Allergien und seelischen Problemen wirkt sie ausgezeichnet, so etwa bei Schlaf- und Konzentrationsstörungen und ganz besonders bei der Suchtbehandlung.

Wir bieten Ohrakkupunktur bei Spannungskopfschmerzen, Migräne, Nacken-Rückenschmerzen, bei der Muskelverspannung und bei psycho-somatischen Störungen wie Erschöpfung, Ängste, Schlafstörungen und innerliche Unruhe an.